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Geschichte

Namibischen Unabhängigkeit

Die Geburt einer Nation - NAMIBIA

Kanzler Otto von Bismarck erklärte 1884 das damalige Deutsch Südwest-Afrika zu einer Deutschen Kolonie. Während des Ersten Weltkrieges fiel die Kolonie unter Süd-Afrikanische Herrschaft und gehörte somit dem Britischen Commonwealth an. Im Jahre 1920 übernahm Süd-Afrika volle administrative Gewaltherrschaft. Am 26. August 1966 begann die Vereinigung "South-West Africa People's Organisation" (SWAPO), Guerilla Attacken auf die süd-afrikanische Regierung auszuüben. Bis zum heutigen Tag wird der 26. August als "Tag der Helden" (Heroe's Day) gefeiert und markiert den Anfang eines langen Prozesses bis zur Unabhängigkeit Namibias.

Nach langen Kämpfen konnte eine Kommission gegründet werden, welche am 8. und 9. April 1989 auf Mount Etjo zusammentraf. Hier konnten delegierte aus Angola, Cuba, Süd-Afrika, USA und der Sovietunion ungestört weitere Friedensgespräche führen. Die Parteien einigten sich, alle Prozesse in die Gänge zu setzen, die den andauernden Frieden in Namibia garantieren sollten, zusammengefasst im "Mount Etjo Abkommen". Der Generalsekretär wurde gebeten, alle UNTAG Einsätze zurückzuziehen. Dieses Abkommen war der erste und wichtigste Schritt zur Unabhängigkeit Namibias am 21 März 1990, angeführt von Sam Nujoma, dem ersten eingeschworenen Präsidenten des Landes.

Es war Familie Oelofse und dem gesamten Team auf Mount Etjo eine große Ehre und ein Privileg, Gastgeber dieses historischen und wichtigen Ereignisses in der Geschichte Namibias sein zu dürfen. Wir auf Mount Etjo sind stolz auf den weiteren Fortschritt unseres Landes seit der Unabhängigkeit.

Ausschnitt aus einem offiziellen Bericht:

"Von Samstagmorgen, dem 8. April 1989, bis den darauf folgenden Montag tagte die gemeinsame Kommission auf Mount Etjo Safari Lodge. Einige Parteien beaufsichtigten den Prozess, darunter Delegierte aus der Sovietunion und den USA (geleitet von Dr Chester Crocker). Für den Entsandten aus Süd-Afrika, Herrn Pik Botha, bedeutete das Zusammentreffen auf Mount Etjo einen Höhepunkt seiner politischen Karriere. Die Bevollmächtigten verbrachten nicht ausschließlich ihre Zeit mit Diskussionen und Verhandelungen, nach jeder Sitzung unterhielten sie sich entspannt und ohne jede Nachwirkungen des bewaffneten Aufstandes, der sogar kubanische Angriffskräfte mit einbezogen hatte. Diese Ereignisse gehörten endlich der Vergangenheit an und Kubaner, Süd-Afrikaner und Angolaner genossen das angenehm herbstliche Wetter und die landschaftlich schöne Lodge. Die Delegierten bestätigten erneut ihre Verbindlichkeiten und Verpflichtungen gegenüber dem Übereinkommen, das am 22 Dezember 1988 bereits festgelegt wurde: eine friedvolle Lösung des Konfliktes in der südwestlichen Region Afrikas, die Wiederherstellung von Frieden und die Einführung der Resolution 435. Namibia wurde geboren."

Lesen Sie mehr über die Unabhängigkeit und Geschichte Namibias in unserem Informationszentrum!

Conservationist Jan Oelofse

"Gib mehr an die Natur zurück als du nimmst"

Dies ist die Lebensweisheit und das Ziel von Jan Oelofse, einem weltbekannten Naturschützer, der das Okonjati Wildreservat 1975 gründete. Jan wuchs in Namibia auf und zog in seinen zwanziger Jahren nach Ost-Afrika um für "Tanganyika Game Limited" zu arbeiten und unter dem sagenhaften Willie de Beer eine Karriere als Wildfänger zu beginnen. Während seiner Fangarbeiten, die sich meist auf das Fangen von Tieren für weit entfernte europäische Zoos konzentrierten, gewann er eine für seinen späteren Lebensweg unermesslich wichtige Erfahrung mit wilden Tieren. Die Tiere wurden gefangen, einige Monate gepflegt und beaufsichtigt bevor sie mit dem Schiff von Tanganyika bis zu einer europäischen Endstation abtransportiert wurden. Jan war während der gesamten langen Reise für die Hege und Pflege der Tiere verantwortlich. Während der 60ger Jahre arbeitete er für "Paramount Pictures" und fing, pflegte und trainierte alle Tiere, die in dem Klassiker "Hatari" neben John Wayne, Elsa Martinelli, Hardy Krüger und anderen Berühmtheiten eine Rolle spielten. Nach einem Jahr Filmarbeit in Tanganyika wurde Jan beauftragt etwa 40 seiner trainierten Tiere an Bord einer DC 6 über Westafrika und Südamerika bis nach Hollywood zu fliegen, wo die die letzten Schliffe der Filmarbeiten vorgenommen werden sollten.

Die Revolution des Wildfangs

Obwohl ihm viele Arbeitsangebote in den USA winkten, zog seine Leidenschaft für die Natur und ihre Tiere bald zurück nach Afrika, wo er 1964 eine Stelle bei der Natal Naturschutzbehörde in Süd-Afrika als Oberster Offizier des Wildfangs erhielt. Jährlich wurden zu der Zeit hier tausende Tiere erschossen, damit die Tragkapazität des Graslandes nicht überschritten wurde. Jan setzte es sich zum Ziel, die Tiere vorzugsweise lebend statt tot dem überforderten Gebiet zu entwenden. Die zeitaufwendige, äußerst gefährliche und uneffektive Methode aus Ostafrika, welche den Gebrauch von Netzen und Pferden vorsah, wurde ihm jedoch schnell zuwider. Nach mehreren schlaflosen Nächten kam ihm 1968 die Idee, statt der Netze undurchsichtige Plastikbahnen und statt der Pferde Helikopter einzusetzen. Diese Methode, die er in den darauf folgenden Jahren verbesserte und perfektionierte, war ein wichtiger Meilenstein in Dingen Naturschutz und ist noch heute als die "Oelofse Methode" bekannt. Zum ersten Mal konnten Tausende Tiere auf einmal gefangen und an andere Wildreservate und Parks über das ganze südliche Afrika verteilt werden. Jan wurde eingeladen Süd-Amerika und andere Teile Amerikas zu besuchen un seine Techniken weiterzugeben. Jan, schon immer ein geschäftstüchtiger Mann, startete schon kurz danach sein eigenes Wildfangunternehmen.

Okonjati Wildreservat

Jan kehrte 1975 nach Namibia zurück und pachtete zunächst ein 5000 Hektar großes Land genannt Etjo, welches zuvor einem Rinderfarmer gedient hatte. Unter einem Akazienbaum schlug er seine Zelte auf, brachte eine Telefonlinie an einem weiteren Baumstamm an und begann mit N$700.00 in der Tasche, Mut, seiner Liebe für Land und Tier unermüdlich seinem Ziel entgegenzuarbeiten. Stück für Stück führte er immer mehr Tierarten ein, die er auf dem Land freiließ. Das Land war schon bald in seinem Besitz, dazu ein weiteres Stück Land namens Okonjati. Jan gründete das Okonjati Wildreservat. Es sollte ihm und seiner Frau Annette 30 Jahre Zeit kosten um das Land zu seiner jetzigen Größe von etwa 30 000 Hektar aufzubauen und hunderten verschienen Tier-, und Vogelarten ein Heim zu bieten. Im Jahre 1985 wurden zum ersten Mal eine kleine Herde Elefanten eingeführt, dazu weitere seltene Tiere wie Rappenantilopen und Säbelantilopen, die bis heute im Okonjati Wildreservat wachsen und gedeihen.

Lesen Sie mehr über den weltberühmten Naturschützer Jan Oelofse, Wildfänger und Abenteurer in seinem Buch "Freiheit durch Gefangenschaft", geschrieben und zusammengestellt von seiner Frau Annette Oelofse. Das Buch kann hier bestellt werden: mount.etjo@iafrica.com.na.

Das Wildreservat

Das Okonjati Wildreservat ist der verwirklichte Lebenstraum von Jan Oelofse. Es war seit 1975 sein Ziel, einen natürlichen Lebensraum für alle Tierarten zu schaffen, in einer Welt, in der die wachsende Bevölkerung täglich mehr Lebensraum für sich vereinnahmt. Das Wildreservat besteht aus mehreren aneinander grenzenden Rinderfarmen, welche stückweise über die letzten 30 Jahre erworben und integriert wurden. Niemals zögerte Familie Oelofse von einem Landkauf zurück, selbst wenn dies meist sehr gewagte finanzielle Entscheidungen waren. Die größte Freude bestand bei jedem Kauf darin, die trennenden Zäune abzureißen und den Tieren mehr Lebensraum zukommen lassen zu können. Heute misst das Wildreservat 36 000 Hektar unverwüsteter Natur und bietet etwa 10 000 Säugetieren ein Heim. Zusätzlich sind über 600 verschiedene Vogelarten zu beobachten, hunderte Reptilien und tausende verschiedene Insekten. Die gesunde, natürliche Balance unseres Ökosystems erlaubt es selbst seltenen Spezies hier zu überleben.

Die Geschichte der Tiere auf Mount Etjo

Der Großteil der Tiere auf Mount Etjo stammt von den Tieren ab, die Jan Oelofse während seiner Karriere als Wildfänger vorerst kurzzeitig anhielt. Tiere, die er nicht verkaufte, ließ er nach und nach auf dem damals noch gepachteten Land frei. Bis er sein erstes Stück Land mit dem Gewinn aus dem Fangen und Wiederverkauf von lebenden Tieren erwarb, waren bereits mehrere verschiedene Spezies anzutreffen: Weißschwanzgnus, Streifengnus, Blesböcke, Springböcke, Impalas, Wasserböcke, Gemsböcke, Kudus und Zebras. Später kauften er und seine Frau Annette auch Lechwe und Nyalas dazu, ebenso Rappenantilopen und Pferdeantilopen. Flusspferde wurden in den 90ger Jahren aus Südafrika eingeführt, die ersten Elefanten schon früher in den 80ger Jahren. Weitere Elefanten aus Erindi 2004 fügten sich problemlos in die residierende Herdenstruktur ein. Der erste Mount Etjo Löwe stammte aus einem südafrikanischen Zoo und war so alt, dass er kaum mehr fressen konnte. Er wurde täglich mit klein geschnittenen Fleischhäppchen verwöhnt. Weitere Löwen aus Südafrika wurden später angesiedelt.

Büffel gibt es auf Mount Etjo keine, obwohl das Okonjati Wildreservat direkt aus dem Herero übersetzt den Namen "Ort des Büffels" trägt.